CDU Gemeindeverband Sandhausen
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Unsere Meinung
21.11.2016, 14:22 Uhr Übersicht | Drucken

Sandhausen ist schuldenfrei

Dieser Satz klingt zunächst nicht allzu spektakulär. Eigentlich erwartet man ja eine wirtschaftliche Vorgehensweise von Verwaltung und Gemeinderat. Diese Aussage erhält jedoch noch eine ganz andere Dimension, wenn man ein paar Überlegungen und vor allem Zahlen dagegen spiegelt.

 Schon seit Jahren ist Sandhausen bekannt dafür, im Vergleich zu anderen Gemeinden eine geringe Pro Kopf Verschuldung aufzuweisen. Aber interessant ist dagegen, dass Sandhausen in der Zeit von 2001 bis 2015 Investitionen in Höhe von über 40 Millionen Euro getätigt hat. Eine beeindruckende Zahl. Gleichzeitig wurden Schulden getilgt und die Rücklage von 2,6 Mio. Euro im Jahr 2009 auf  9,8 Mio. Euro im Jahr 2016 erhöht. Wie ist das möglich?

Zum einen natürlich durch die brummende Konjunktur und die hohen Steuereinnahmen. Aber das war in diesem langen Zeitraum ja nicht immer so. Weltwirtschaftskrise und Konjunkturflaute stellten uns in den Jahren um 2008 vor große Herausforderungen. 

Permanente und kostenintensiven Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen mussten in nahezu allen Bereichen in den letzten Jahren gestemmt werden. Und ein Ende ist da noch nicht in Sicht. Zur Behebung der sanierungsbedürftigen Kanalisation sind in den kommenden Jahren nochmals ca. 5 Mio. Euro anzusetzen.
 



Auf der anderen Seite können wir davon ausgehen, dass offenbar die Entscheidungen im Gemeinderat in den letzten 10 bis 15 Jahren so falsch nicht gewesen sein können. Die CDU Fraktion hat schon in nahezu jedem Haushaltsvorschlag darauf gedrängt, das Vermögen der Gemeinde in Form von Infrastruktur und Immobilien zu pflegen, instand zu setzen und auf den neuesten Stand zu bringen. Unser Ziel war, Sandhausen zu einer Wohlfühlgemeinde zu entwickeln und damit steuerkräftige neue Mitbewohner zu gewinnen. Das ist uns durchaus gelungen. Sandhausen ist immer noch eine Zuzuggemeinde. Ein gut funktionierender ÖPNV, gut ausgestattete Schulen, Kindergartenplätze und schöne Spielplätze (zuletzt auch nach einem generationenübergreifenden Konzept entwickelt), ein reichhaltiges Angebot an Vereinen aller Art sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur leisten hier einen wichtigen Beitrag dafür, dass sich jemand trotz hoher Miet- und Immobilienkosten für einen Wohnort wie Sandhausen entscheidet. Wir haben es geschafft, das Gewerbe größtenteils bei uns zu behalten, wir haben eine neues, wenn auch kleines, Gewerbegebiet ausgewiesen und entsprechende Interessenten gefunden. 

In der Summe aller dieser Faktoren ergibt sich nun, dass Sandhausen für die kommenden Aufgaben aufgrund der Rücklagen handlungsfähig ist und gleichzeitig keine Schuldentilgung mehr leisten muss.

Daher bitten wir die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis dafür, dass wir uns nicht für das eine oder andere Großprojekt erwärmen konnten, das uns viele Millionen Euros gekostet hätte. Das wäre zu Lasten anderer für uns wichtigeren Investitionen gegangen.

Dennoch müssen wir nach vorne schauen und das Konzept der Umgestaltung der Turn- und Festhallte umsetzen. Außerdem sind der Ausbau des Breitbandglasfaserkabels und die Sanierung der Hauptstraße und unserer Infrastruktur voran zu treiben.

Wir versichern Ihnen, dass wir auch künftig mit großer Sorgfalt unsere Entscheidungen abwägen, welchen Nutzen sie für Sandhausen bringen und welche Kosten auf lange Sicht dadurch entstehen.  Wenn Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben, wenden Sie sich gerne an eine/n unserer Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.

Insgesamt danken wir dem Bürgermeister, der Verwaltung und den Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates für die konstruktive Zusammenarbeit, die zu einem solchen Erfolg geführt hat.

 

Uwe Herzog

Fraktionsvorsitzender



 
   
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