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L 600
26.05.2015, 13:20 Uhr Übersicht | Drucken

L- 600 Ausgleichskonzept kurz vor der Ziellinie

Presseinformation der Stadt Heidelberg

Alternative zum Rückbau der L 600: Gemeinderat diskutiert am 25. Juni
Bau- und Umweltausschuss stimmte mehrheitlich für Alternativkonzept



Der Bau- und Umweltausschuss hat dem Alternativkonzept zum Rückbau der L 600 in seiner Sitzung am 19. Mai 2015 mit neun „Ja“-Stimmen, drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen zugestimmt. Das Konzept war zuletzt Gegenstand eines Treffens beim Regierungspräsidium Karlsruhe am 23. März mit Vertreterinnen und Vertretern des Petitionsausschusses des Landes, des Landesnaturschutzverbandes, des Naturschutzbundes (NABU) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Gemeinde Sandhausen und der Stadt Heidelberg. Die Beteiligten handelten gemeinsam einen Kompromiss aus, der den Erhalt der L 600 sichert, vier ökologische Ausgleichsmaßnahmen vorsieht und die Finanzierung berücksichtigt.

Auf dieser Grundlage wurde ein öffentlich-rechtlicher Vertrag ausgearbeitet, den die Gemeinde Sandhausen und das Regierungspräsidium als Vertretung der Bundesrepublik unterzeichnen werden. Die Stadt Heidelberg ist zwar nicht Vertragspartnerin, als betroffene Kommune wird dennoch ihre Zustimmung erwartet. Wenn der Heidelberger Gemeinderat am 25. Juni grünes Licht gibt, werden folgende ökologische Ausgleichsmaßnahmen zum Erhalt der L 600 umgesetzt:

- Ausgleichsmaßnahme „Am Brühlweg“: Der bewaldete Dünenzug östlich des Brühlwegs auf der Sandhäuser Gemarkung wird auf einer Fläche von 32 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Auf rund 18 Hektar davon sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die eine dünentypische biologische Vielfalt herstellen. Zur Dauerpflege sollen Schafe und Ziegen dort weiden.
- Verbindung der Sandrasenflächen im Naturschutzgebiet „Pflege Schönau-Galgenbuckel“: Standortfremde Gehölze, Robinien, sollen entfernt werden. Bisher trennte der waldartige Bewuchs zwei Abschnitte der Düne. So könnte auf 21.000 Quadratmetern ein neuer Dünenlebensraum mit einem lichten Steppen-Kiefern-Wald entstehen.
- Herstellung von Sandrasenflächen im Naturschutzgebiet „Hirschacker und Dossenwald“: Eine aufgebrachte Lehmschicht soll abgetragen werden, um wieder sandige Standortverhältnisse zu schaffen. Zudem soll der Gehölzbestand gerodet werden. Die Fläche ist etwa 5.000 Quadratmeter groß.
- Maßnahmen der Landschaftspflege im Umfeld der L 600/B 535 im Gebiet Bruchhausen-Kirchheim: Im Rahmen der Flurbereinigung sind auf Heidelberger Gemarkung zum Zweck der Biotopvernetzung bereits Gras-Kraut-Streifen entlang der Alten Speyerer Straße entstanden. Die Vernetzungsflächen ergaben sich durch Umlegen städtischer Flurstücke. Außerdem wurden auf Kirchheimer Gemarkung zwei städtische Flächen mit Obstbäumen und Buschgruppen bepflanzt.

Die Kosten zur Herstellung und Pflege der Flächen auf Heidelberger Gemarkung für 25 Jahre in Höhe von insgesamt knapp 42.000 Euro werden aus Mitteln des Bundes finanziert.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner hatte den Gemeinderat bereits in seiner Sitzung am 5. März 2015 gebeten, dem Grundkompromiss zuzustimmen, um sich in dem Gespräch in Karlsruhe entsprechend zu positionieren. Demnach solle der Ausgleich vor allem auf den Sandhäuser Dünen erfolgen. Zu dieser Aussage hatte es keine Gegenrede gegeben.

Hintergrund: Vor mehr als 25 Jahren war der Rückbau der L 600 zwischen Bruchhausen und dem Umspannwerk als ökologische Ausgleichsmaßnahme für den Bau der B 535 beschlossen worden. Das Alternativkonzept soll den Rückbau abwenden und beinhaltet alternative ökologische Ausgleichsmaßnahmen.



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