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Unsere Meinung
13.11.2012, 21:21 Uhr Übersicht | Drucken

€ muss ein Symbol für ein Europa der Freiheit und des Wohlstands bleiben

„Eine jahrelange Phase sehr niedriger Zinsen birgt Gefahren für Wohlstand und Stabilität“, so die Warnung von Reinhard Wüst von der Sparkasse Heidelberg. Negative Realzinsen führten zu einer Entwertung des Geldvermögens. Darüber hinaus entmutige ein niedriges Zinsniveau den Sparwillen gerade bei der Altersvorsorge. Auf lange Sicht gefährdeten niedrige Zinsen auch die Finanzstabilität, die kurzfristig durch Zinssenkungen gestärkt wurde. Schließlich könnten Niedrigzinsen eine höhere Inflation erzeugen. Nach Ansicht des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands sei zur Beseitigung der Krise ein „Dreiklang von Maßnahmen“ erforderlich: Wiederherstellung des Vertrauens durch Verringerung der Schulden, konsequente Umsetzung der neuen Mechanismen zur


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wirtschaftlichen und finanzpolitischen Zusammenarbeit in Europa, Wiederherstellung des Vertrauens in die europäische Volkswirtschaft durch eine Verbesserung der Wachstumsbedingungen.
Die Ursachen der Krise sieht Bundesbankdirektor und MdL Joachim Kößler in den übermäßigen Staatsverschuldungen, den hohen privaten Schulden und der mangelnden Wirtschaftlichkeit einzelner Länder. Die Befürchtungen, dass es zu einer Inflation kommen könne, kann er allerdings nicht teilen. Damit Banken künftig nicht mehr über ihre Verhältnisse leben, fordert Kößler eine einheitliche Regelung zur Bankenaufsicht, was bei den anwesenden Vertretern der Kreditinstitute heftigen Widerspruch hervorrief. Der Bundesbankdirektor mahnte auch eine „Schuldenbremse“ in allen Bereichen an. „Nicht alles, was man sich wünscht, kann man sich leisten“. Auch er sieht bei der Bewältigung der Krise eine besondere Verantwortung bei den reichen Ländern. „Wir werden den Euro nur halten können, wenn es uns gelingt, die ärmeren Staaten wirtschaftlich zu stärken“.
Nach Ansicht von Markus Epp, Prokurist bei der Volksbank Kraichgau-Wiesloch-Sinsheim, sind gerade die regionalen Kreditinstitute besser durch die Krise gekommen, sie hätten „stabilisierend gewirkt“. Er sehe deshalb auch keine Notwendigkeit für eine „Vereuropäisierung der Bankenaufsicht“. Was ihm wichtiger sei als jede Bürokratisierung, dass „kein Euro eines Sparers zur Bankenrettung“ ausgegeben werden darf. Auch Epp sieht keine Möglichkeit, „das Rad des Euro zurückzudrehen“. Als Alternative plädiert er dafür, Wachstumsimpulse zu setzen und die Niederzinsphase möglichst bald zu beenden.
Souverän führte MdL Karl Klein durch die Podiumsdiskussion und die anschließende Fragerunde. In einem Ausblick auf die nächsten Jahre mahnte er zur Besonnenheit: „Wir müssen jetzt den richtigen Weg finden, um die Wirtschafts- und Währungsunion dauerhaft zu stabilisieren, indem wir ihre Gründungsfehler beheben“. Der Euro sei für ihn mehr als eine Währung: „Der Euro muss ein Symbol für ein Europa der Freiheit, des Wohlstands und des Fortschritts bleiben“.
Peter Hampel


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